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Wo Licht ist, ist auch Schatten - Portugal

  • 15. Okt. 2017
  • 3 Min. Lesezeit

Ich liebe, was ich tue. So zum Beispiel auch, wenn ich mit unseren Gästen aus dem Da Silva Surfcamp, an einige der schönsten Orte der Gegend fahre. Über Óbidos und Nazaré habe ich bereits geschrieben. Aber auch die nahegelegene Fischer- und Surfstadt Peniche hat neben diversen Surfshops, der Fatum Surfbrettfabrik und der MEO Rip Curl Por Portugal (dem größten Surfwettkampf in der Gegend), noch vieles mehr zu bieten. Ich muss es wissen, schließlich habe ich von September bis Anfang Dezember 2016 hier gewohnt.


Sonne über Peniche - Bella im Glück

"Angemalt", der Himmel über Peniche - Bella im Glück

Der Leuchtturm ist ein super Platz um ein romantisches Abendessen beim Sonnenuntergang zu genießen. Es gibt ein kleines Restaurant, aber im Sommer gibt es auch Verkaufsstände, welche typisch portugiesische Köstlichkeiten anbieten. Man kann Supertubos (den Strand mit den Profiwellen) sehen und die Berlengas (eine Inselgruppe vor Peniche), also zumindest, wenn kein Nebel da ist.

Leuchtturm in Peniche in der Abenddämmerung - Bella im Glück

Dann gibt es da auch noch diese hübsche kleine Inselgruppe namens Papôa. Auffallend sind hier unzählige kleine und große aufgeschichtete Steinhaufen. Über eine Brücke kann man auf die Insel laufen und den Fischern zusehen. Sie stehen meist oben auf der Klippe, mit einer riesigen Angelrute. Wenn sie einen Fisch an der Leine haben, müssen sie schnell sein, denn der Weg vom Wasser bis zum Fischer ist sehr weit und die Möwen schnappen sich gelegentlich einfach im Flug den Fisch vom Haken.

Peniche ist bekannt für seinen Nebel, der manchmal auf beeindruckende Weise unsere Sicht "bereichert" und sich dann doch wieder verzieht.


Nebel über Papôa - Bella im Glück

Der Nebel zieht ab in Peniche - Bella im Glück


Und dann doch immer wieder Almagreira, ich kann nichts dafür mich zieht es immer wieder hier hin zurück. Der Ort ist für mich einfach magisch, auch wenn es hier keine riesigen Wellen gibt, aber die tollen Farben und die Schönheit der Natur sind kaum zu beschreiben. Hier kann ich stundenlang einfach nur sein und auf die Weite des Ozeanes blicken.

Am Strand von Almagreira - Bella im Glück


Aber da wir ja schließlich im Surfcamp sind, beschäftigen wir uns nicht ausschließlich mit der traumhaft schönen Umgebung. Nein, manchmal nehmen wir auch unsere Surfbretter mit an den Strand und versuchen die ein oder andere Welle zu erhaschen. Das ist gar nicht so einfach und dann ist es immer gut, ein paar gute Surf Buddies (Freunde mit denen man zum Surfen geht) dabei zu haben. Mit denen kann man sich gegenseitig Tipps geben und darüber fachsimpeln, wo nun der beste Channel (Strömung raus aufs Meer) ist um ins LineUp (Linie an der die Surfer liegen und auf ihre Wellen warten) zu kommen, ob man die Welle besser links oder rechts abreitet, wie crowded (überfüllt) der Spot (Platz des Geschehens) ist. Aber am Ende muss man sich doch selbst ins tosende Wasser wagen und versuchen die perfekte Welle zu erwischen.

Danke Fabi für die Fotos.

"Hey! Ho! Let's go..." Surfing! - Bella im Glück

Dem Ruf der Wellen folgend - Bella im Glück

So schön wie das ganze Surferleben auch ist, da gibt es allerdings eine Sache, die mich immer ein bisschen traurig macht. Es gibt eigentlich keinen Strand ohne Müll. Daher nehme ich mir vor nicht wegzusehen und vorbei zu gehen, sondern auch mal auflesen und mitnehmen, auch wenn es gar nicht "mein Müll" ist. Da es unsere Erde ist, ist es auch unser Müll. Die Surflehrer unserer Surfschule gehen da inzwischen mit gutem Beispiel voran. Unser Ziel ist alle zu überzeugen, bei jedem Mal Surfen drei Müllteile aufzusammeln. Die meisten Strände haben Mülleimer, da kann man das direkt entsorgen. Manchmal nehme ich mir ein bisschen mehr Zeit und bin ganz erstaunt, was da alles so am Strand rumliegt, wenn man das so sieht, muss sich wahrscheinlich jeder zweite Surfer die Ohren direkt am Strand trocken machen, so viele Wattestäbchen liegen darum. Es ist auch ganz interessant zu sehen, dass die Watte dann immer schon weg ist und nur noch das Plastikstäbchen übrig bleibt. Wenn man ganz genau hinsieht, findet man auch unzählige kleine Plastikkugeln (Mikroplastik)... Das ist schon fast eine Wissenschaft für sich....

Gesammelter Müll am Strand von Peniche - Bella im Glück

Die kleinen runden Dinger sind leider keine Steine sondern Mikroplastik - Bella im Glück


Und wenn das Tagwerk vollbracht ist, dann bleibt Zeit für ein bisschen Entspannung. Die findet man zum Beispiel bei einem gemütlichen Kaminfeuer im Camp oder auch bei einem guten Tee im Solmar.

Kaminfeuer im Da Silva Surfcamp - Bella im Glück

Frischer Pfefferminztee im Solmar in Areia Branca - Bella im Glück

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